Na, wie war dein Wochenende?

Und meistens folgt diesem obligatorischen Montagmorgen-Einstiegssatz noch der Zusatzsatz: „Gut erholt?“ Ich weiß, dass das Wochenende der Erholung dienen soll. Doch an manchen Montagen bringt mich diese Frage dann doch ins Grübeln🤔. Wie beispielsweise auch am Montag nach einem der vergangenen Wochenenden. Um genau zu sein, nach dem vorletzten Wochenende.

Es war eines dieser Wochenenden, an denen so viel passiert ist, dass ich überlegen musste, ob Geschehenes nun am direkt vergangenen Wochenende passiert ist, oder doch schon ein Wochenende vorher? Eines der Wochenenden, die so irre schnell vergehen, im Rückblick der Freitag jedoch bereits am Montag so wahnsinnig lange her erscheint. Ich hörte mal, dass dies völlig normal wäre, wenn man in den vorangangenen Tagen viel erlebt hätte. Außerdem war es eines der besonders heißen Wochenenden. Eines, an denen das Thermometer über 35 Grad kletterte.

Einen großen Teil dieses Wochenendes beanspruchten Schulabschlussfeierlichkeiten. Den Auftakt in die „freien“ Tage bildete somit ein Abschlussgottesdienst. War zwar keine Pflicht, doch war es mir ein wichtiges Anliegen, den erfolgreichen Abschluss einer Schullaufbahn nicht nur mit ausschweifenden Festen, sondern auch mit einem Gottesdienst feiern. Nach all dem Psychostress, den Mütter prüfungsgeplagter Kinder mitmachen müssen, (hierüber habe ich mich bereits hier ausgelassen: Alles wird gut… über den Prüfungsstress, den Mütter aushalten müssen… ) ist außerdem die Teilnahme an jeder Feierlichkeit mehr als verdient 🥂. Es war ein toller Gottesdienst, ich habe viele Gedanken und ganz viel Dankbarkeit mit nach Hause genommen.

Kirche
Soooo schööön….
Segen
… die Gedanken zum Abschlussgottesdienst.

Ein Fest jagt das andere

Selbstverständlich waren bereits alle familiären Vorbereitungen zum Abschlussball bereits getroffen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen in den vergangenen Wochen versicherte mir mein Sohn stets, dass sein Anzug selbstverständlich noch passen würde. Bis zum Freitagnachmittag. Denn dann war er plötzlich doch zu klein😖. Doch brauche er lediglich eine Hose, denn bei dem Wetter wäre ein Jackett ohnehin überflüssig, und Hemden habe er ja genug, wenn auch kein passendes weißes. Rot ist sowieso schöner. Schuhe? Hat er eh. Er war nicht sehr begeistert, als er erkannte, dass er, wenn auch nur wegen einer Hose, wohl oder übel nun bei fast 40 Grad Außentemperatur mit mir einkaufen gehen musste. Und ich erst😫… Sein seiner Meinung nach chicstes Paar Schuhe, ein Paar mausgraue Wildledertreter, nahm er mit, denn die Hose sollte ja schließlich dazu passen.

Gute Modeberaterinnen schickt der Himmel

Wir fanden eine sehr nette Verkäuferin, die jedoch mit einem ängstlichen Blick auf die Schuhe zögerlich fragte, ob denn die Anzughose wohl zu diesen Schuhen passen sollte. Ich gewann augenblicklich ihr Herz, als ich anmerkte, dass es nicht so schlimm sei wenn sie keine dazu passende Hose hätte, denn dann würden wir eben neue Schuhe kaufen. Den Blick meines sichtlich durch eine weitere Abschlussfeier am vorangegangenen Abend geschwächten Sohnes ersparte ich mir, indem ich ihm den Rücken zuwandt.

Die Hose hatten wir dank der überaus kompetenten Modefachberaterin schnell ausgewählt. Dank ihrer Hilfe gelang es mir auch, den Herren davon zu überzeugen, entgegen seines Vorhabens, doch auch gleich das passende Jackett zu „holen“ (meine Kinder „kaufen“ nicht, meine Kinder „holen“… es treibt mich ich den Wahnsinn🙄!) . Kann man ja immer mal brauchen. Sie war es auch, die ihn an der Kasse, nach einem mir vorher verschwörerisch zugeworfenen Blick, daran erinnerte, dass er mit seinen lieb gewonnen und zweifellos tollen Schuhen, das Outfit total ruinieren würde. Wir „holten“ jedenfalls letztendlich einen komplettem Anzug, in einem schönen, freundlichen Schwarz, ein weißes Hemd und ordentliche Schuhe. Der Bub war schließlich doch rundum zufrieden, und ich hoffe, dass sein Vater – zu seinem eigenen Schutz – die Seite des Kontoauszugs ganz schnell überblättern wird💸.

Alles ist gut

So konnten wir jedenfalls am darauffolgenden Nachmittag, pünktlich um 16:00 Uhr mit einem perfekt gekleideten und außerordentlich gut aussehenden Sohn bei brütender Hitze den nicht klimatisierten Festsaal stürmen. Mit Jackett. Ich war sehr dankbar über ein Urlaubsmitbringsel (warum ich sie eigentlich nicht so sehr mag, kannst du hier lesen, wenn du magst: Die Sache mit den Mitbringseln ). Es hat mich wahrscheinlich vor dem sicheren Hitzetod gerettet hat.

Urlaubsmitbringsel
Das an diesem Abend sinnvollste Urlaubsmitbringsel ever 🙂

Und es war sowas von schön 😍

Alles in allem war es ein sehr schöner Abend. Es gab nur eine Situation, in der ich am Liebsten in die Tischkante gebissen hätte. Nämlich, als ich unfreiwillig die Standpauke eines Vaters an seine Tochter anhören musste. Er verlangte, dass sie doch nun endlich mehr Selbstvertrauen an den Tag legen solle, denn schließlich hätte sowohl der Vater als auch die Mutter Abitur. Und wohl darauf sollte sie sich was einbilden🙄👈🏼. Es war wohl die klügste Entscheidung des Mädels, das „ordentliche und ehrenwerte“ Haus der so prima gebildeten Eltern bereits vor dem Abschluss der Schule gegen die eigenen vier Wände einzutauschen. So ein Depp. Wir beschlossen deshalb, uns den restlichen Abend den netten Mitfeiernden zu widmen💃🕺.

lecker essen
Lecker Essen 🙂

Emotional hatte ich mich diesmal gut im Griff, ich konnte ja bereits im vergangenen Jahr bei der Abschlussfeier meiner Tochter üben😭. Den Tränenausbruch beim Gespräch mit der Lehrerin kommentierte unsere Jüngste damals in Richtung ihrer großen Schwester mit folgenden Worten: „Da siehste… jetzt heult sie. Weil sie dich über acht Wochen lang zu Hause hat!“ – ohne Worte -😶

Gruppenbild
Das an solchen Tagen obligatorische Gruppenbild
Schön war die Zeit

Zwangsläufig muss ich mich bei Abschlussfeiern immer an die Jahresabschlussfeiern meiner Kinder in der Kindergarten- und Grundschulzeit erinnern. Was war ich froh, nicht auf Decken im Gras sitzen zu dürfen, sondern an einer festlich gedeckten Tafel auf einem bequemen Stuhl. Ich erinnerte mich an die von den Eltern mehr oder weniger liebevoll gestalteten Buffets, die zu zwei Dritteln aus Pizzaschnecken bestanden, und von dem nach 15 Minuten, außer eineinhalb Muffins in Rosa oder Hellblau, nur noch Krümel übrig waren. Ich erinnere mich an Liedbeiträge aller Chöre, kreative Choreografien von Tanz- und Turngruppen und an farbenfrohe Bilderausstellungen. Tagelang haben wir aus Picknickkörben von Plastikgeschirr gegessen. Eine Feier jagte die andere. Extra für diese Feste habe ich vor Jahren eine 1,5-Liter fassende Thermoskanne für Eistee gekauft. In die passt exakt der eisgekühlte Inhalt zweier 0,75-Liter-Flaschen Rosèwein🍷. Diese Kanne hat jahrelang nicht nur auserwählten Müttern, sondern auch der ein oder anderen Lehrerin ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert. Ich werde sie wohl künftig für Eistee verwenden.

Aber das war nicht alles

Ich merke, ich schweife ab. Zurück zu meinem eigentlichen Thema heute. Um unser Versprechen, dass wir Unterhaltung in gut verdaulichen Portionen liefern, auch zu halten, fasse ich mich kurz.

Sonnenaufgang
Der perfekte Sonnenaufgang am Sonntagmorgen…#nofilter… ich schwöre, es war echt so..

Nach einer sehr kurzen Nacht, in der wir einfach etwas weniger, dafür aber schneller schliefen, ging es doch am Sonntag etwas entspannter zu. Unter dem Apfelbaum plante ich die anstehende Geburtstagsfeier für das kommende Wochende und zur Belohnung durfte auch noch der Grill zum Einsatz kommen 🤤.

Außerdem durfte ich an diesem Wochenende die Premiere eines Freilichttheaters besuchen. Theater an sich habe ich ja genug, aber ich sah das erste Mal eine inszenierte Darbietung in traumhaft lauer Sommernacht unter dem Sternenhimmel. Es gab so viel zu sehen, dass ich das Stück eigentlich ein zweites Mal ansehen müsste, ich war jedenfalls sehr beeindruckt und bin heute noch dankbar für den tollen Abend.

Das Leihrad musste ich ja auch noch beim Fahrradhändler gegen meines tauschen und dieses dann natürlich auch ausprobieren. Die auf der Strecke liegenden Kioske haben den Qualitätstest jedenfalls ebenso bestanden wie das Fahrrad. Am Ende des Wochenendes waren 120 km mehr auf dem Tacho. Okay, ich gebe es zu… mit Strom.

Fahrrad
I love my bike!

Wie Eingangs schon beschrieben, heißt es ja, dass man sich am Wochenende erholen soll. In meinem Fall ist das Wochenende auch dazu da, Haushalt, Garten und Wäsche einigermaßen in den Griff zu bekommen, da hierfür während der Arbeitswoche einfach kaum Zeit bleibt. Über den Zustand meines Haushaltes nach diesem Wochenende schweige ich deshalb. Aber wer will, kann gerne meine Speisekammer besichtigen. Die ist nämlich noch immer so schöne wie am Anfang ( Schöner wohnen in der Speis ).

Ja was jetzt?? Wie war’s denn?

Ich antworte auf die Montagmorgenfrage nach solchen Wochenenden stets: „Ja danke, basst scho, war gut.“ Alles andere würde mir eh niemand glauben, geschweige denn verstehen.

Und was kommt jetzt?

Was ich dieses Wochenende auf der Agenda habe? Nun, ich denke mal, dass ich mich nach dem vergangenen Wochenende, an dem die letzte Geburtstagsfeier des Jahres unserer Familie statt fand (vielleicht erzähle ich dir noch davon?), intensiv mit der Wäsche beschäftigen werde und hoffe deshalb auf Regen. Die Chancen stehen gut, dass mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Doch man weiß ja nie, was kommt. Ich bin selber gespannt, wie meine Antwort am Montag ausfällt.

Ich wünsche dir ein tolles Wochenende. Gefüllt mit gerade so vielen Aktivitäten, dass man sie noch genießen und auch nachwirken lassen kann und freu mich auf bald.

Liebe Grüße

Flitzer

4 Antworten auf “Na, wie war dein Wochenende?”

  1. Die Samstage sind bei mir auch immer vollgepackt. Aber der Sonntag ist mir heilig, da ist Sofa angesagt!🤗.
    Ich wünsche allen ein schönes und hoffentlich entspanntes Wochenende!😀
    🐰

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  2. Ich weiß genau, was Du meinst. Solche Wochenenden laufen wie ein Film an einem vorbei. Gut, dass man vorher nicht weiß, was auf einen zu kommt. Aber Hut ab, Du hast das Ding gerockt. Glückwunsch zum Abschluss. Das Gruppenfoto zeigt, dass sich der Spontaneinkauf voll und ganz gelohnt hat. Und verdient hat es sich der Absolvent allemal. Ich wünsche Euch viel Energie für den nächsten Lebensabschnitt. Liebe Grüße, Glitzer

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