Nix – außer heiße Luft

Heute wäre es fast soweit gewesen. Es war tatsächlich so, dass ich beinahe keinen gewohnten Freitagsbeitrag hätte liefern können. Und das ganz außerhalb unserer Flitzerglitzer-Betriebsferien. Kurz vor dem Endspurt. Ich habe sehr lange überlegt, aber in meinem Kopf ist nix – nix, außer heißer Luft.

 

Ein wenig erschien mir das Blogbeiträgeschreiben heute dann auch als wöchentliche Psychotherapiearbeit. Denn ganz zwangsläufig ist man ja in diesem Zusammenhang damit konfrontiert, sich die vergangene Woche anzusehen. In meinem vorangegangenen Beitrag  Na, wie war dein Wochenende?  habe ich mich ja bereits mit dem Verrinnen der Tage beschäftigt. Diese Theorie wurde mir heute einmal mehr bestätigt, denn diese Woche erscheint es mir so, als wäre der vergangene Montag erst gestern gewesen. Das Einzige, an was ich mich erinnere, ist eine stressige Arbeitswoche und gaaaaanz viel Hitze. Zuviel Hitze nach meinem Geschmack. Wenn du mich fragst.

frosch
Wenn die Wassertemperaturen weiter steigen, gibt’s bald Froschsuppe

 

Sommer ist toll, aber…..

Sommer mag ich ja ganz gerne. Ich genieße die wenigen Wochen im Jahr, in denen keine Socken gewaschen werden müssen. Ich mag es auch, wenn die Wäsche draußen trocknen würde, wäre sie nicht im Trockner. Ich mag es, in lauer Sommernacht draußen zu sitzen und den Grillen zu lauschen ( Über Geduld und sattgrünen Rasen ) , nachdem die Sonne malerisch untergegangen ist. Sehr gerne locke ich die Schnaken durch romantische Windlichter im Garten an. Auch unter dem schattigen Apfelbaum kann ich es gut aushalten, da ist es auch ein geringes Übel, den wöchentlichen Schriftverkehr zu erledigen.

schattiges plätzchen
So geht’s dann grad…

Etwas schwieriger wird es dann schon, den Alltag zu meistern. Um nicht zu sagen, sehr schwer. Denn der Tag beginnt viel zu früh, ich kann ja die halbe Nacht wegen der Hitze nicht schlafen. Bereits am Vormittag klettert das Bürothermometer in utopische Höhen. Angesichts meines Überstundenkontos nehme ich mir täglich vor, wenigstens einen Teil des Nachmittags zu Hause zu verbringen, kommende Woche schaff ich’s bestimmt. Ja ich weiß, ich brauch mich gar nicht beschweren. Mit einem Job in geschlossenen Räumen, dazu noch mit Ventilator. Jammern dürfen nur die, die draußen, womöglich noch ohne Schatten arbeiten müssen. Diese Menschen erhalten mein uneingeschränktes Mitleid, ihnen zolle ich höchsten Respekt. Ach ja, natürlich auch den Schwangeren (Jahrhundertsommer 2003 – ein Horror!!! Ich fühle mit euch) Doch gerät dies immer in Vergessenheit, wenn bereits am Vormittag das T-Shirt am Rücken klebt, die Büro-Kleideretikette längst schon gefallen ist und Dinge sichtbar sind, die eigentlich verborgen bleiben sollten.

summerinthecity
Summernights in the city

Ich erspare es mir, dir Tipps zu geben, wie man die Hitze erträglicher gestaltet. Den da haben sich schon zu viele Menschen den Kopf darüber zerbrochen. Alle Zeitschriften und das Internet sind voll mit „Tipps zur Hitzewelle“, „Was tun bei Hitze“ und „Tipps bei heißem Wetter. Ich erspare es mir, dir zu sagen, dass ein nasses Handtuch auf den Beinen unter dem Schreibtisch sehr hilfreich ist, oder dass nasses Haar dazu beträgt, stets einen, im wahrsten Sinne des Wortes, „kühlen Kopf“ zu bewahren. Aber im zwischenmenschlichen Bereich beachte ich bei über 35 Grad Außentemperatur doch einige Verhaltensweisen:

Verhaltensweisen bei Hitze:

Es ist zwar endlich der sehnsüchtig erwartete Sommer, doch stelle ich fest, dass bei den meisten Menschen die Freude darüber nicht im Gesicht zu sehen ist. Ich sehe eher ernste und verzerrte, verschwitzte Gesichter. (Nicht jedoch zu verwechseln mit dem Gesichtsaudruck, der sich bei Minustemperaturen abzeichnet.)

Ich vermeide stets ernste und wichtige Themen und verschiebe unumgängliche Diskussionen auf die Abend- oder Nachtstunden. Geht natürlich auf der Arbeit nicht, da müssen wir nun eben einfach mal durch. Was dann zwangsläufig das ein oder andere, mehr oder weniger schwere, reinigende Gewitter mit sich bringt. Hier ist es jedoch sinnvoll, stets für genügend Eisvorrat zu sorgen. Wer mich kennt weiß, dass ich für Süßkram im normalen Leben nicht so zu haben bin, doch soviel Eis, wie ich in den vergangen Wochen gegessen habe, habe ich in den letzten zehn Jahren nicht konsumiert. Doch eben habe ich auf Insta wieder gelesen: „Wichtig bei dieser Hitze: immer gut Eiscremen“. Ich denke, es ist dadurch bestimmt auch wissenschaftlich bewiesen. Mal wieder instinktiv alles richtig gemacht.

eis

Wie oben schon erwähnt, anstrengende Diskussionen vermeide ich. Ausnahmen mache ich nur, wenn mein Gegenüber entweder im Wasser sitzt, ein Glas mit ganz vielen Eiswürfeln vor sich hat, oder eben wenn die Sonne untergegangen ist.

sonnenuntergang
Dann doch eher meine Tageszeit

Endlich Ferienbeginn

Da heute endlich die Ferien beginnen (ich freu mich soooo…  Es sind Ferien. Super. ) , kann man auch mit den Kindern ab nächster Woche wieder reden. Zumindest ist es bei den unsrigen so, dass sie ihren Lebensrhythmus den Wetterverhältnissen anpassen. Bedeutet: den Tag im abgedunkelten Zimmer zu verbringen, aus dem sie dann frühestens am späten Nachmittag erscheinen, um die Nachtstunden dann intensiv zu nutzen.

Trotz allem Gejammer, ich bin zumindest mit der Wäsche hinterher. Wahrscheinlich liegt es nicht nur daran, das die Socken wegfallen   (Socken sind auch bei Flitzer immer ein Thema: Sockenstatement , ich würde sagen, sie ist hier die Sockenexpertin ), sondern auch daran, dass in den Sommermonaten ohnehin weniger Wäsche anfällt. Es macht mir plötzlich auch gar nix aus, nach der Arbeit noch ein Stündchen im kühlen Wäschekeller zu verbringen.

Ich denke, ich werde es dieses Wochenende so handhaben wie meine Kinder und alle Aktivitäten auf die Nachtstunden verlegen. Wie ich dann am Montag mit dem Jetlag zurechtkomme, weiß ich noch nicht. Doch da soll es ja wieder etwas kühler sein, dann wird’s schon gehen.

Ich wünsch dir jedenfalls ein tolles Wochenende, immer genug Eis im Gefrierfach und freue mich auf die kommenden Nächte.

Aber erst geh ich in den Keller. Es liegen ein paar Shirts im Wäschekübel, die könnte ich noch waschen.

Alles Liebe,

Flitzer

 

2 Antworten auf “Nix – außer heiße Luft”

  1. Stimmt, die Woche verging wie im Flug!
    Ich finde die Hitze ist ein super Grund mal nen Gang runter zu schalten 😉!
    Normal mache ich die Nacht nicht zum Tag, aber an diesem Wochenende (Kirchweih) lässt sich das nicht vermeiden, da ist es doch sehr schön, dass es in den Nachtstunden auch noch angenehm warm ist 🤗☀️
    Grüßi,🐰

    Gefällt 1 Person

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